Vergleich
WebP vs PNG vs JPG: Welches Format wann?
WebP, PNG oder JPG? Der Vergleich von Kompression, Transparenz, Browser-Support und Dateigröße, mit klarer Empfehlung für jeden Einsatzzweck.
Inhalt
Drei Kürzel, eine Dauerfrage: WebP, PNG oder JPG. Jedes Format hat seine Stärke, doch im Alltag entscheidet meist die Dateigröße über das Tempo einer Webseite. Dieser Vergleich stellt die drei nebeneinander und beantwortet die Frage, welches Format in welche Situation gehört.
Die drei Formate auf einen Blick
Die folgende Tabelle fasst die harten Eigenschaften zusammen.
| Eigenschaft | JPG | PNG | WebP |
|---|---|---|---|
| Verlustbehaftete Kompression | Ja | Nein | Ja |
| Verlustfreie Kompression | Nein | Ja | Ja |
| Transparenz (Alphakanal) | Nein | Ja | Ja |
| Animation | Nein | Nein (nur das Zusatzformat APNG) | Ja |
| Browser-Support | Überall | Überall | Über 95 % |
| Typische Dateigröße bei Fotos | Mittel | Sehr groß | Klein |
| Hauptzweck | Fotos, Kompatibilität | Grafiken, Transparenz | Web allgemein |
WebP kann in jeder Zeile mithalten oder besser sein, mit einer Ausnahme beim Support: Es wird nicht von jeder älteren Software geöffnet. Die Werte zum Browser-Support stammen von caniuse.com, die Größenangaben von Google.
Kompression: der eigentliche Unterschied
JPG ist seit den Neunzigern das Standardformat für Fotos. Es wirft gezielt Bildinformation weg, die das menschliche Auge kaum wahrnimmt, und erreicht so kleine Dateien. Der Preis sind Artefakte, die bei starker Kompression sichtbar werden, besonders an scharfen Kanten und in einfarbigen Flächen.
PNG ging den umgekehrten Weg: kein Qualitätsverlust, dafür größere Dateien. Es wurde zum Standard für alles mit harten Kanten und Transparenz, von Logos über Screenshots bis zu Symbolen.
WebP muss sich nicht entscheiden. Es bringt beide Verfahren mit und nutzt eine Kompressionstechnik, die aus dem Video-Codec VP8 abgeleitet ist. Die Folge sind laut Google kleinere Dateien als bei beiden Vorgängern. Wie das technisch funktioniert, steht im Ratgeber Was ist WebP.
25 bis 34 %
WebP kleiner als JPG
Quelle: Google
≈ 26 %
WebP kleiner als PNG
Quelle: Google
über 95 %
Browser-Support WebP
Quelle: caniuse
Ein Rechenbeispiel macht die Größenordnung greifbar. Ein JPG mit 100 Kilobyte wird bei 25 bis 34 Prozent Ersparnis zu einem WebP von etwa 66 bis 75 Kilobyte.
Bei reinen Grafiken konkurriert WebP verlustfrei mit PNG und liegt laut Google im Schnitt rund ein Viertel darunter.
WebP zwingt nicht zur Entscheidung zwischen klein und scharf. Genau das macht es zu einer guten Wahl fürs Web.
Wann PNG die richtige Wahl ist
PNG bleibt erste Wahl, wenn jedes Pixel zählt und scharfe Kanten erhalten bleiben müssen. Das betrifft Logos, Screenshots von Benutzeroberflächen, Diagramme, Strichzeichnungen und Pixelgrafik. In diesen Fällen würde eine verlustbehaftete Kompression sichtbare Schmierränder erzeugen.
Auch als verlustfreies Archiv-Original ist PNG sinnvoll. Wer ein Bild später erneut bearbeiten will, sollte eine Version ohne Qualitätsverlust behalten. WebP im verlustfreien Modus kann das ebenfalls und ist dabei kleiner, doch PNG lässt sich in jedem Programm sofort öffnen.
Wann JPG sinnvoll bleibt
JPG ist das Format der maximalen Kompatibilität. Es gibt kaum ein Gerät oder Programm, das ein JPG nicht öffnet. Das macht es zur sicheren Wahl, wenn ein Bild an Dritte geht, deren Software man nicht kennt, etwa als E-Mail-Anhang oder beim Upload in ein älteres System.
Für Fotos liefert JPG ordentliche Qualität bei moderater Größe und bleibt das verbreitetste Foto-Format, von der Digitalkamera bis zum Smartphone. Solange Kompatibilität wichtiger ist als die letzten gesparten Kilobyte, ist JPG eine vertretbare Wahl. Sobald das Foto auf eine Webseite soll, ist WebP in der Regel kleiner. Der Weg dahin steht in der Anleitung JPG in WebP.
Wann WebP gewinnt
Für die Auslieferung im Web ist WebP heute meist die beste Wahl. Es kombiniert die Stärken von JPG und PNG, liefert laut Google kleinere Dateien als beide und behält Transparenz. Kleinere Bilder bedeuten schnellere Ladezeiten, weniger Datenverbrauch und ein besseres Abschneiden bei den Web Vitals. Auch web.dev empfiehlt WebP für die Bildauslieferung.
Der frühere Haupteinwand, die fehlende Browser-Unterstützung, ist weitgehend ausgeräumt. Bei über 95 Prozent globaler Abdeckung erreicht WebP fast jeden Besucher. Für die übrigen Browser lässt sich im HTML ein Fallback auf JPG oder PNG hinterlegen, sodass niemand ein leeres Bild sieht. Wie das geht, steht im Ratgeber zur Browser-Unterstützung von WebP.
Unterm Strich
Die Rollenverteilung ist klar: PNG für verlustfreie Grafiken und Transparenz, JPG für maximale Kompatibilität bei Fotos, WebP für alles, was im Web ausgeliefert wird. WebP ersetzt die beiden älteren Formate auf der Webseite, ohne sie als Quell- und Austauschformat überflüssig zu machen. Die saubere Arbeitsweise lautet deshalb: in PNG oder JPG bearbeiten und archivieren, für die Webseite nach WebP umwandeln. Das geht direkt im Konverter, lokal im Browser und ohne Upload. Wenn Sie die Kompression feinjustieren wollen, hilft die Anleitung Qualität einstellen weiter.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen WebP, PNG und JPG?
JPG komprimiert verlustbehaftet und eignet sich für Fotos, kennt aber keine Transparenz. PNG komprimiert verlustfrei und kann transparente Bereiche, wird bei Fotos aber sehr groß. WebP vereint beides: verlustbehaftet wie verlustfrei, mit Transparenz und Animation, und ist nach Googles Angaben kleiner als beide.
Soll ich PNG oder WebP nehmen?
Für die Auslieferung im Web ist WebP meist die bessere Wahl, weil die Dateien nach Google rund 26 Prozent kleiner sind und Transparenz erhalten bleibt. PNG behalten Sie als verlustfreies Original oder wenn ein Empfängerprogramm WebP nicht öffnen kann.
Ist JPG oder WebP besser für Fotos?
WebP liefert bei Fotos laut Google 25 bis 34 Prozent kleinere Dateien als JPG bei vergleichbarer Qualität. JPG bleibt sinnvoll, wenn maximale Kompatibilität zählt, etwa beim Versand an Geräte oder Programme, die WebP nicht kennen.
Können alle Browser WebP anzeigen?
Praktisch ja, die globale Unterstützung liegt laut caniuse.com bei über 95 Prozent. Chrome, Firefox, Edge, Safari und Opera zeigen WebP an. Nur sehr alte Browser wie der Internet Explorer 11 können es nicht.
Ersetzt WebP PNG und JPG vollständig?
Im Web weitgehend ja. Als Quell- und Austauschformat bleiben PNG und JPG relevant, weil sie sich überall ohne Umweg öffnen lassen. Die sinnvolle Arbeitsweise: in PNG oder JPG bearbeiten und archivieren, für die Webseite nach WebP umwandeln.
Quellen
Über die Autorenschaft
Jan-Tristan Rudat
Redakteur png-webp.de
Themengebiet: Bildformate im Vergleich, Web-Performance, Browser-Support
Mehr über Jan-Tristan Rudat →Verwandte Artikel
Grundlagen
Was ist WebP? Das Bildformat erklärt
WebP ist Googles Bildformat: kleiner als PNG und JPG, mit Transparenz und Animation. Wie es funktioniert, wann es sich lohnt und wie Sie umwandeln.
Lesezeit 6 Min.
Web-Performance
Bilder für die Website optimieren: schneller laden
Bilder sind der größte Datenposten vieler Seiten. So optimieren Sie Format, Größe und Ladeverhalten für bessere Core Web Vitals und schnellere Ladezeiten.
Lesezeit 7 Min.
Technik
WebP-Qualität und Kompression richtig einstellen
WebP-Qualität erklärt: verlustbehaftet oder verlustfrei, was der Wert von 1 bis 100 bedeutet und wie Sie den Sweet-Spot für Fotos und Grafiken finden.
Lesezeit 6 Min.
Bilder in WebP umwandeln
Bild auswählen, in Sekunden als WebP herunterladen, ohne Upload.
Zum Konverter