Grundlagen
Was ist WebP? Das Bildformat erklärt
WebP ist Googles Bildformat: kleiner als PNG und JPG, mit Transparenz und Animation. Wie es funktioniert, wann es sich lohnt und wie Sie umwandeln.
Inhalt
WebP ist das Bildformat, das hinter vielen schnellen Webseiten steckt. Google hat es 2010 vorgestellt, um Fotos und Grafiken kleiner zu speichern, ohne dass das Auge einen deutlichen Unterschied bemerkt. Dieser Ratgeber erklärt, was WebP technisch ausmacht und wann sich der Wechsel lohnt.
Woher WebP kommt
Google stellte WebP 2010 vor, zunächst nur für verlustbehaftete Bilder. Die Idee war pragmatisch: Bilder machen einen großen Teil des Datenvolumens einer Webseite aus, also spart jedes eingesparte Kilobyte Ladezeit. Die Kompression baut auf dem Video-Codec VP8 auf, der für jedes Standbild eines Videos einen guten Kompromiss aus Größe und Schärfe finden muss. Genau dieses Verfahren wendet WebP auf ein einzelnes Bild an.
Später kamen der verlustfreie Modus und der Alphakanal für Transparenz hinzu, dann auch Animationen. Damit deckt WebP beide großen Lager ab: die JPG-Welt der Fotos und die PNG-Welt der Grafiken mit transparenten Bereichen.
Wie WebP komprimiert
Der Kern jeder Bildkompression ist die Frage, welche Informationen man weglassen kann, ohne dass es auffällt. WebP arbeitet dafür mit zwei grundverschiedenen Modi.
Im verlustbehafteten Modus zerlegt WebP das Bild in kleine Blöcke und sagt für jeden Block voraus, wie er ungefähr aussehen müsste, abgeleitet aus den benachbarten Blöcken. Gespeichert wird nur noch die Differenz zwischen Vorhersage und Realität. Diese Differenz lässt sich stark zusammenstauchen, weil benachbarte Pixel in echten Fotos selten wild springen. Das ist derselbe Grundgedanke wie bei JPG, nur anders umgesetzt.
Im verlustfreien Modus geht keine Bildinformation verloren. Das Ergebnis ist eine Datei, die Pixel für Pixel mit dem Original identisch ist, aber nach Googles Angaben kleiner als ein vergleichbares PNG.
Warum WebP kleiner ist
Google nennt Vergleichswerte aus eigenen Tests. WebP-Dateien sind im verlustbehafteten Modus 25 bis 34 Prozent kleiner als gleichwertige JPG-Dateien. Im verlustfreien Modus liegt WebP etwa 26 Prozent unter vergleichbarem PNG.
25 bis 34 %
kleiner als JPG
Quelle: Google Developers
≈ 26 %
kleiner als PNG
Quelle: Google Developers
2010
von Google vorgestellt
Diese Zahlen sind Durchschnittswerte, kein Naturgesetz. Bei einem schon stark komprimierten JPG kann der Vorsprung kleiner ausfallen, bei einer großen Grafik mit vielen einfarbigen Flächen größer. Ein Rechenbeispiel: Wiegt ein JPG-Foto 100 Kilobyte, ergeben 25 bis 34 Prozent Ersparnis ein WebP von etwa 66 bis 75 Kilobyte.
Für eine Webseite bedeutet das: schnellere Ladezeiten, weniger Datenverbrauch auf Mobilgeräten und ein besseres Abschneiden bei den Web Vitals, mit denen Google die Nutzererfahrung misst. Auch web.dev empfiehlt WebP für die Bildauslieferung.
Bilder sind oft der größte Brocken im Datenvolumen einer Seite. Wer hier ein Viertel spart, spürt das in der Ladezeit.
Wann sich WebP lohnt, und wann nicht
WebP ist kein Allheilmittel, aber für den Webeinsatz meist die richtige Wahl. Die folgende Tabelle ordnet die typischen Situationen ein.
| Situation | WebP sinnvoll? | Warum |
|---|---|---|
| Fotos auf einer Webseite | Ja, verlustbehaftet | Kleiner als JPG bei vergleichbarer Qualität |
| Logos und Grafiken mit Transparenz | Ja, verlustfrei | Kleiner als PNG, Alphakanal bleibt erhalten |
| Kurze Animationen statt GIF | Ja | Nach Google deutlich kleiner als animiertes GIF |
| Druckvorlage oder Archiv-Master | Eher nein | PNG oder TIFF als verlustfreies Original behalten |
| Bild für E-Mail-Anhang an Dritte | Mit Vorsicht | Das Programm des Empfängers muss WebP öffnen können |
Als Quell- und Austauschformat behalten PNG und JPG ihre Berechtigung. Sie lassen sich überall öffnen, von der Bildbearbeitung bis zum E-Mail-Programm. WebP spielt seine Stärke aus, sobald das Bild ins Web geht. Den direkten Vergleich aller drei Formate finden Sie im Ratgeber WebP gegen PNG und JPG.
So wandeln Sie im Browser um
Sie brauchen kein Programm zu installieren. Der Konverter auf png-webp.de läuft in Ihrem Browser. Meist nutzt er dafür die Canvas-Funktion des Browsers, für verlustfreies WebP und in Browsern ohne WebP-Ausgabe über Canvas (etwa Safari) lädt er einen kleinen WebAssembly-Encoder nach. Der Ablauf ist kurz:
- Bilder auswählen oder in den Konverter ziehen, einzeln oder gleich mehrere im Stapel.
- Ausgabeformat und Qualität wählen, bei Bedarf eine maximale Breite oder Höhe festlegen und auf „Umwandeln“ klicken.
- Das Ergebnis zeigt alte und neue Dateigröße samt Ersparnis in Prozent. Danach einzeln herunterladen oder alle als ZIP.
Transparenz bleibt bei PNG nach WebP erhalten, weil der Alphakanal mitkonvertiert wird. Ihre Bilder werden nicht auf einen Server hochgeladen. Für die häufigsten Ausgangsformate gibt es eigene Anleitungen, etwa PNG in WebP und JPG in WebP. Details zum Regler finden Sie unter Qualität einstellen.
Was Sie mitnehmen sollten
WebP ist ein ausgereiftes Format, das die Lücke zwischen JPG und PNG schließt und beide für den Webeinsatz unterbietet. Es komprimiert verlustbehaftet wie verlustfrei, behält Transparenz und wird von allen aktuellen Browsern angezeigt. Für die Auslieferung im Web ist es heute ein vernünftiger Standard. Ihre Originale in PNG oder JPG behalten Sie trotzdem, als verlässliche Quelle für künftige Bearbeitungen. Wenn Sie es ausprobieren wollen, wählen Sie ein Bild im Konverter aus und sehen Sie nach, wie viel Prozent die WebP-Datei einspart.
Häufige Fragen
Was ist WebP überhaupt?
WebP ist ein Bildformat, das Google 2010 vorgestellt hat. Es speichert Fotos und Grafiken kleiner als JPG oder PNG bei vergleichbarer Qualität. WebP kann verlustbehaftet und verlustfrei komprimieren, unterstützt Transparenz über einen Alphakanal und auch Animationen.
Ist WebP besser als PNG und JPG?
Für die Auslieferung auf Webseiten in den meisten Fällen ja, weil die Dateien kleiner sind. Google nennt 25 bis 34 Prozent gegenüber JPG und rund 26 Prozent gegenüber PNG. Als Quell- und Austauschformat bleiben PNG und JPG aber relevant, weil sie überall ohne Umweg geöffnet werden können.
Unterstützen alle Browser WebP?
Praktisch ja. Chrome, Firefox, Edge, Safari und Opera zeigen WebP an, auch auf Mobilgeräten. Laut caniuse.com liegt die globale Unterstützung bei über 95 Prozent. Sehr alte Browser wie der Internet Explorer 11 können WebP nicht, spielen heute aber kaum noch eine Rolle.
Verliert WebP an Qualität?
Das hängt vom Modus ab. Im verlustbehafteten Modus wird Bildinformation verworfen, ähnlich wie bei JPG, dafür sinkt die Dateigröße stark. Im verlustfreien Modus bleibt jedes Pixel erhalten, vergleichbar mit PNG. Über den Qualitätsregler steuern Sie selbst, wo der Kompromiss liegt.
Wie wandle ich ein Bild in WebP um?
Am einfachsten direkt im Browser. Sie wählen PNG, JPG, GIF, BMP oder TIFF im Konverter aus, stellen die Qualität ein und laden die WebP-Datei herunter. Auf png-webp.de läuft das lokal in Ihrem Browser, Ihre Bilder werden nicht hochgeladen.
Quellen
Über die Autorenschaft
Mateusz Viola
Betreiber und redaktionelle Verantwortung png-webp.de
Themengebiet: Funktionsweise des Konverters, Umwandlung, Transparenz
Mehr über Mateusz Viola →Verwandte Artikel
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